Was ist ein Kreditausfall?
Hinter dem Begriff Kreditausfall verbirgt sich nichts anderes als eine nicht einbringliche Forderungen gegenüber dem Kreditnehmer. Konkret bedeutet dies, der Schuldner ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten und kann die Rückzahlung (Zinsen und Tilgung) an den Kreditgeber, komplett oder in bestimmten Teilen, nicht mehr leisten.
Kreditausfälle wirken sich negativ auf die Bilanzen von Banken aus. Solche Zahlungsausfälle müssen als Verluste gebucht werden und schmälern den Ertrag.
Damit die Risiken eines Kreditausfalls so gering wie möglich gehalten werden können, nehmen in der Regel alle Banken eine sogenannte Risikoabwägung vor der Kreditvergabe vor.
Mittels dieses Ratings wird das Ausfallrisiko ermittelt. Das Ergebnis hat einen direkten Einfluss auf die Kreditentscheidung und auf die Höhe der Kreditzinsen.
Je höher das Risiko für einen Kreditausfall ist, desto stärker steigt der Zinssatz.
Man kann also sagen, dass höhere Kreditzinsen die Funktion einer Risikoprämie für die Bank haben.
Nicht nur die Bonität eines Kreditnehmers spielt eine wichtige Rolle. Von enormer Bedeutung sind auch Sicherheiten, welche der Kreditnehmer der Bank anbieten kann. Bei der Bewertung der eventuell auftretenden Risiken und der daraus zu ziehenden Konsequenzen haben die Banken nur einen sehr eingeengten Spielraum.
Im Kreditwesengesetz sind wichtige Regeln für die Vergabe von Krediten unter Berücksichtigung des Risikos von Kreditausfällen festgelegt.
Damit spektakuläre Ausfälle von Großkrediten nicht das Bankensystem insgesamt in eine Schieflage bringen können, sind die Institute zur vierteljährlichen Meldung ihrer großen Kreditengagements an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verpflichtet.
verfasst am 28.05.2011.
